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Eine Tandemstory aus Esslingen

Serkan und Stefan leben beide in Esslingen – als Tandempartner bei SwaF haben sie sich kennengelernt. Mittlerweile sind sie Freunde geworden. In dieser Geschichte erfahrt ihr, was die beiden miteinander erleben.

Die Autorin: Siba Naddaf, SwaF Tandem Fellow in Stuttgart.

 

Es ist schönes Wetter in Esslingen am Neckar. Serkan ist mit seiner Familie und seinem Freund Stefan draußen im Park, um zu picknicken und zusammen das Wetter zu genießen. Gemeinsam bereiten sie das Essen vor. Die Kinder versuchen, auf Stefans Fahrrad zu
klettern. Noch vor etwas über einem Jahr kannten sich Serkan und Stefan nicht –
inzwischen sind sie enge Freunde geworden.

Denn im Januar 2021 wurden die beiden in ein Tandem bei SwaF vermittelt. Seitdem
treffen sie sich regelmäßig. Stefan ist jede Woche zu einer gemeinsamen Mahlzeit bei
Serkans Familie eingeladen. Meist laufen die Treffen so ab, dass Stefan mit den Kindern Brett- oder Kartenspiele spielt, während die Eltern das Essen vorbereiten. Dann essen alle gemeinsam und anschließend gibt es immer viel zu erzählen. Die Zeit vergeht dabei schnell.

Serkan und Stefan machen beide gerne Picknicks oder Grillen, verbringen Zeit mit Freund*innen und sind sportlich aktiv. Stefan geht gerne tanzen und fährt viel Fahrrad; am Wochenende fährt er gerne lange Strecken. In Istanbul, wo etwa 50 Millionen
Menschen leben – und wo Serkan geboren und aufgewachsen ist – ist das Fahrrad eher ein Transportmittel für Kinder. In Deutschland ist es anders. Auch Serkan bekommt Lust
darauf, wieder mehr Fahrrad zu fahren.

Einmal in der Woche spielt Serkan in einer Gruppe Fußball und verbringt ansonsten viel Zeit mit seiner Familie. Das sind seine Frau und ihre beiden Kinder, die 6 und 8 Jahre alt sind. Über den Onkel seiner Frau hat Serkan von Start with a Friend erfahren. Auch der Onkel hat seinen Tandempartner über SwaF kennengelernt.

„Kontakt zu Muttersprachler*innen hat man in Esslingen nur in Smalltalks und kurzen
Gesprächen, die man gelegentlich mit Nachbar*innen oder Kassierer*innen führt. Aber daraus entwickeln sich keine richtigen Freundschaften. SwaF schafft Kontakte mit
verschiedenen Menschen und ermöglicht dadurch auch Freundschaften,“ erzählt Serkan. „Es gibt auch regelmäßige Events, welche für die SwaF-Community eine gute Gelegenheit sind, sich kennenzulernen.“

Auch Stefan ist dankbar für die Erfahrungen in seiner Tandempartnerschaft: „Ich komme durch Start with a Friend mit Menschen in Kontakt, mit denen ich sonst nie in Kontakt
gekommen wäre. Durch das Tandem mit Serkan habe ich Kontakt zu der ganzen Familie von Serkan bekommen und lerne einen Teil ihres Alltags kennen.“ Außerdem möchte sich Stefan durch sein Engagement bei SwaF gegen Diskriminierung und so für ein
respektvolles Miteinander einsetzen.

Wir wünschen den beiden weiterhin eine schöne gemeinsame Zeit!