News | von Mara | 22. April 2024

Eine gemeinsame Sprache, die alle mitdenkt – mit dem neuen SwaF Glossar

Als Werkzeug für unser Miteinander ist Sprache machtvoll. Sie kann verbinden. Ein Gefühl von Zugehörigkeit schaffen. Und sie kann ausgrenzen, trennen und verletzen.

Außerdem schafft Sprache Wirklichkeit – vor allem für die Menschen, über die gesprochen wird. Sie spiegelt und verstärkt gesellschaftliche Strukturen. Und trägt Werte und Annahmen in sich. Daraus ergibt sich eine Verantwortung für uns alle bei SwaF, uns mit Sprache auseinanderzusetzen.

Viele sprachliche Grenzen können wir heute mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz überwinden. Ein Klick und Wörter können in unzählige Sprachen übersetzt werden. Doch das alleine reicht nicht aus, um ein respektvolles, wertschätzendes Miteinander zu schaffen.

Denn in dem Künstliche Intelligenzen nur von bestimmten Daten lernen, kann gewaltvolle Sprache zunehmen – Rassismus, Diskriminierung und Verletzung reproduziert werden. Auch die rassistischen sowie ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, die die Verwendung von KI ermöglichen, machen deutlich: KI war keine Lösung für SwaF.

Uns ist es wichtig, dass Sprache bei SwaF inklusiv ist: Jede*r soll sich bei uns willkommen fühlen und an den verschiedenen Angeboten teilhaben können. Deshalb haben wir uns gefragt:

  • Wie können wir in unseren Begegnungen frei von Verletzungen und diskriminierungsarm kommunizieren?
  • Was braucht es, um das Miteinander in unserer Einwanderungsgesellschaft diskriminierungssensibel und rassismuskritisch zu gestalten?
  • Mit welchen Worten können wir Gesellschaft rassismuskritisch beschreiben, um uns konstruktiv an politischen Debatten beteiligen zu können?

Unsere Antwort findet ihr ab heute im SwaF Glossar. 

Das Foto zeigt einen dunkelblauen Hintergrund. Links ist eine weiße Sprechblase zu sehen mit dem Start with a Friend Logo. Rechts steht ein Textauszug.
Das Glossar ist eine Sammlung an Begriffen für unser Miteinander. Und eine Einladung zur Reflektion.

An dieser Stelle wollen wir den Neuen deutschen Medienmacher*innen für die konstruktive Zusammenarbeit danken. Das Glossar ist in fachlicher Unterstützung mit Ihnen entstanden.

Das SwaF Glossar denkt verschiedene Lebensrealitäten mit. Es unterstützt dabei, Diskriminierung sowie Machtstrukturen klar zu benennen. Und sprachlich neue Wege aufzuzeigen. Das hat für uns mit Haltung und Verantwortung zu tun, wie Tupoka Ogette sagt:

“Ich selbst halte nicht viel von dem Wort “dürfen”. Es gibt keine Sprachpolizei, keine Diktatur der Minderheit und niemand verbietet niemandem irgendetwas. (...) Daher habe ich das Wort in meinem Kopf durch “möchten” ersetzt. Was möchte ich sagen? Was ist mein Anspruch? Und noch eins weiter gedacht: Wie kann ich Verantwortung für meine Taten und eben auch für mein Sprechen übernehmen?” - Tupoka Ogette in Exit Racism.