Nicht nur wir bei SwaF benutzen den Begriff „Multiplikator*innenschulung“. Aber was bedeutet das überhaupt? Eine Multiplikatorin ist eine Person, die Wissen vervielfältigt. Und genau darum ging es bei unserer Veranstaltung vom 20. bis zum 22. Februar 2026: Um den Austausch von Wissen an einem intensiven und lehrreichen Wochenende. Dafür, dass unsere 450 Ehrenamtlichen vor Ort weiterhin ihre wertvolle Arbeit an unseren 26 Standorten für erfolgreiche Tandems erbringen können. Für eine Einwanderungsgesellschaft, die zusammenhält und Teilhabe ermöglicht. Lasst uns gemeinsam auf die Schulung zurückblicken und lernen, welche Zutaten es für die gelungenen Begegnungen in 1:1-Tandems Einwanderungsgesellschaft braucht.
Rückblick: Multiplikator*innen-Schulung Februar 2026 – Gemeinsam für starke Standorte und gute Vermittlung




Freitag: Ankommen im Team und Grundzutaten
Begegnungen schaffen wir in Teamarbeit. Am ersten Tag der Schulung, einem winterlich-sonnigen Freitag, kamen wir Teammitglieder von unseren Standorten in ganz Deutschland in der Villa Gründergeist in der Frankfurter Innenstadt an. Aus verschiedenen Gründen konnten es nicht alle aus dem Team persönlich nach Frankfurt am Main schaffen. Da uns bei SwaF die Teilhabe von Menschen in verschiedenen Lebenslangen wichtig ist, haben wir uns deshalb auch um die Möglichkeit der Online-Teilnahme gekümmert.
Begegnung in Tandems beginnt mit den Basics: Personal, Ressourcen und Strukturen. Unsere Geschäftsführerin Nilab sowie Simone unsere Referentin für Personal und Verwaltung, habe uns deshalb über die Entwicklungen unseres Vereins informiert. Wichtige Themen waren der verantwortungsvolle Umgang mit den Standortbudgets oder die neue Struktur im Bundeskoordinierungsteam. So bleiben die Koordinator*innen vor Ort in der Lage, weiterhin erfolgreiche Vermittlungsarbeit zu leisten.
Der zentrale Baustein von SwaF für gelungene Tandems sind unsere 26 Standorte: Hier werden Räume für Begegnung geschaffen, hier findet Austausch statt, hier unterstützen sich Menschen gegenseitig. Ein Tandem trifft sich an einem Standort, wird durch das Team am Standort betreut und besucht die dortigen Veranstaltungen. Unsere Referentinnen Qinqin und Mathilde haben dafür einen interaktiven „Gallery Walk“ gestaltet. Dabei wurde auch das Ziel formuliert, mehr Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten – und auch im ländlichen Raum – für unser Tandemprogramm zu erreichen.
Tandems zu matchen, das braucht ein starkes Team. Und jedes Team braucht ein Teamgefühl, eine Auszeit miteinander und einen Raum für lockeren Austausch. Nach unserem ersten aufschlussreichen Arbeitstag haben wir den Abend deshalb mit einem gemeinsamen Restaurantbesuch gesellig ausklingen lassen.




Samstag: Ein Tag intensiven Wissenstransfers
Den Großteil der inhaltlichen Arbeit für gelungene Begegnungen haben wir am Samstag angepackt. Los ging es mit unseren Vermittlungsreferentinnen, Bogna und Tarini. Eine Begegnung im Tandem beginnt bei uns mit einem Aufnahmegespräch. Wir haben deshalb darüber gesprochen, wie wichtig es ist, sich hier ausreichend Zeit zu nehmen, aufmerksam zuzuhören, das Gespräch zu dokumentieren und eine offene und einfühlsame Atmosphäre herzustellen.
Der nächste Slot galt unserer breiten Basis für das Tandemprogramm: Den über 450 Ehrenamtlichen. Tea hat sich mit den Koordinator*innen darüber ausgetauscht, wie Ehrenamtliche rekrutiert und gebunden werden können. Dabei sind eine klare Kommunikation und ein sachliches Konfliktmanagement, vor allem aber auch wertschätzender Umgang miteinander von höchster Bedeutung.
Weil SwaF immer mehr Tandems matchen will, wachsen wir als zivilgesellschaftliche Organisation. Das wirkt sich auf die Kommunikation von SwaF-Themen aus. Diana und Roman haben deshalb die Bedeutung einer professionellen und einheitlichen Darstellung betont. Gleichzeitig soll eine kreative und individuelle Kommunikation am Standort weiterhin gelebt werden. Das gilt vor allem für Social Media. Hier erfahren Menschen lokal von SwaF, hier können sie fürs fürs Tandem gewonnen werden.
Digital unterwegs ist SwaF jedoch nicht nur auf Social Media. Die Vision unseres Vereins gilt auch für die digitalen Welt: Wir wollen Menschen digitale Teilhabe ermöglichen und Menschen empowern. Und begreifen die Digitalisierung als Chance für menschliche Begegnungen und eine effizientere Teamarbeit. Unsere neue Digital-Referentin Iman hat deshalb die unsere zentrale Arbeitsmittel, das Portal und unsere Cloud, beleuchtet. Damit das Matchen von Tandems noch besser funktioniert.
Eine sehr wichtige Neuerung bei SwaF ist in diesem Zusammenhang auch die Überarbeitung unseres E-Learnings. Hier wird eine stabile Grundlage für den Erfolg unseres Tandemprogramms geschaffen. Das E-Learning trägt dazu bei, die Qualität von Begegnungen zu sichern. Wir denken das E-Learning noch größer: Es soll in Zukunft auch anderen Organisationen ermöglichen, unserer Gesellschaft durch ein starkes Ehrenamt mitzugestalten.
Tandems sollen Menschen verbinden und sie stärken. Dazu gehört, dass SwaF ein diskriminierungssensibler Raum bleibt. Der letzte Slot eines arbeitsreichen Samstags war deshalb für unser neues Schutzkonzept reserviert. Zusammen mit Sanaa haben wir über unsere Ideen für einen Verein gesprochen, der weiterhin kritisch über Diskriminierungen in der Gesellschaft nachdenkt, eigene Strukturen im Auge behält und Menschen schützt und empowert.
Neue Power hatten wir nach diesem langen Samstag sehr nötig: Gemeinsam sind wir also zu einem Restaurant am Main spaziert. Dort hatten wir einen Raum für und persönliche Begegnungen im Team.



Sonntag: Unsere Tandems in der Gesellschaft
Unser Tandemprogramm denken wir bei SwaF im Gesamtzusammenhang. Als Verein sind wir Teil einer reichen Zivilgesellschaft in Deutschland, Europa und der Welt. Durch die Nacht im Hotel gut erholt, haben wir uns am Sonntagmorgen aus diesem Grund über unsere Kooperationen unterhalten. Damit Netzwerke entstehen, die Begegnungen auf Augenhöhe möglich machen.
Wie ihr seht, braucht es ziemlich viele Zutaten für ein erfolgreiches Tandem-Rezept. Unsere erste Multiplikator*innenschulung im Jahr 2026 war der Ort, diese Zutaten zu vermischen und gemeinsam an gelungenen Begegnungen zwischen den verschiedenen Menschen unserer Gesellschaft zu arbeiten. Wir danken unserem Förderpartner, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), für dieses wertvolle Wochenende voller Wissensaustausch!



